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Aromatherapie: ätherische Öle zwischen Wohlgefühl und Vorsicht
Ätherische Öle sicher anwenden: Verdünnung, Qualitätsangaben auf dem Etikett, Vorsicht bei Kindern und Haustieren und wie eine Behandlung abläuft.
Aromatherapie betreiben die meisten Menschen längst, ohne es so zu nennen — ein Tropfen Lavendel aufs Kopfkissen, Eukalyptus unter der Dusche, ein Duftbad nach einem langen Tag. Gerüche wirken schnell, weil sie auf kurzem Weg jene Hirnregionen erreichen, die mit Erinnerung und Stimmung zu tun haben. Genau deshalb ist die Wirkung oft sofort spürbar. Und genau deshalb ist hier mehr Vorsicht angebracht als bei den meisten anderen Entspannungspraktiken: Ätherische Öle sind hochkonzentriert und nicht deshalb harmlos, weil sie natürlich sind. Aromatherapie nutzt ätherische Öle zur Entspannung, Beruhigung oder Erfrischung. Auf Zeen Connect findest du Anbieter von Aromatherapie, Aromaölmassagen und Workshops. Aromaölmassage, individuelle Mischungen und Workshops. Praktische Hinweise zur sicheren Anwendung zu Hause. Anbieter nach Ausbildung und Arbeitsweise vergleichen. Wie eine Behandlung abläuft. Am häufigsten begegnet Aromatherapie als Aromaölmassage. Zu Beginn steht ein Gespräch: Wie geht es dir, was ist das Ziel — Beruhigung, Erfrischung, leichteres Einschlafen — und gibt es Allergien, Hautprobleme, Asthma, Epilepsie, eine Schwangerschaft oder Medikamente, die du einnimmst. Daraus mischt die anbietende Person eine Rezeptur: einige Tropfen ätherisches Öl, verdünnt in einem Trägeröl, üblicherweise in einer Konzentration von ein bis drei Prozent. Bevor es losgeht, solltest du an der Mischung riechen dürfen — ein Duft, den du unangenehm findest, macht den Zweck der Behandlung zunichte und gehört ausgetauscht. Danach folgt die Massage, meist entspannender Art, über 50 bis 80 Minuten. Manche Anbieter arbeiten auch ohne Massage: mit Inhalation, Auflagen oder dem Anmischen einer persönlichen Rezeptur zum Mitnehmen. Was auf dem Etikett steht und warum es zählt. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Angaben. Seriöse Öle nennen den botanischen Namen der Pflanze, das Herkunftsland, das Gewinnungsverfahren und eine Chargennummer; fehlt das alles, ist Zurückhaltung angebracht. Der Begriff naturrein bezeichnet ein Öl ausschließlich aus der genannten Pflanze, während naturidentisch auf im Labor nachgebaute Duftstoffe hinweist — für Duftzwecke brauchbar, für aromatherapeutische Anwendung nicht dasselbe. Bezeichnungen wie therapeutische Qualität sind übrigens keine geschützten Begriffe, sondern Marketing. Eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum: Einige ätherische Öle sind je nach Aufmachung und Zweckbestimmung als Arzneimittel eingestuft, andere als Kosmetikum oder Duftstoff; die Kennzeichnung unterscheidet sich entsprechend. Öle bewahrst du dunkel, kühl und außerhalb der Reichweite von Kindern auf, und du beachtest das Haltbarkeitsdatum, weil oxidierte Öle die Haut stärker reizen. Sicherheit bei der Anwendung zu Hause. Diesen Abschnitt lohnt es sich zweimal zu lesen. Ätherische Öle werden nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen — verdünne sie im Trägeröl, üblicherweise auf ein bis zwei Prozent, also etwa fünf bis zehn Tropfen auf drei Esslöffel Trägeröl. Nimm sie niemals ohne fachkundige Begleitung innerlich ein. Teste vor der ersten Anwendung an einer kleinen Hautstelle und warte vierundzwanzig Stunden. Zitrusöle können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, deshalb nach dem Auftragen die Sonne meiden. Diffusoren nur in gelüfteten Räumen und nicht im Dauerbetrieb verwenden. Besondere Vorsicht gilt bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern — Menthol- und eukalyptushaltige Öle sind bei kleinen Kindern im Gesichtsbereich gefährlich — sowie bei Asthma und Epilepsie. Auch Haustiere sind betroffen: Für Katzen sind mehrere ätherische Öle giftig. Bei Juckreiz, Rötung oder Kopfschmerz die Anwendung abbrechen. Wie du eine gute Anbieterin oder einen guten Anbieter findest. Aromatherapie ist keine geschützte Berufsbezeichnung, deshalb ist die Ausbildung eine zentrale Information. Frag, wo sie absolviert wurde und wie lange sie dauerte, und ob Kenntnisse zu Kontraindikationen vorliegen — gute Anbieter sprechen diese von sich aus an, ohne dass du fragen musst. Achte darauf, wie über Wirkung gesprochen wird: zurückhaltende Aussagen über Entspannung und Wohlbefinden sind ein gutes Zeichen, Heilversprechen ein Grund zur Vorsicht. Frag außerdem nach der Qualität der verwendeten Öle und danach, ob die Mischung individuell angepasst oder vorgefertigt ist. Wenn du Medikamente einnimmst oder chronisch erkrankt bist, sag das vorab, denn einige Öle können Wechselwirkungen haben. Aromatherapie ist keine medizinische Behandlung und ersetzt keine ärztliche Versorgung. Auf Zeen Connect zeigen Profile Ausbildung, Techniken und Ort.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich ätherisches Öl direkt auf die Haut auftragen?
In der Regel nein. Ätherische Öle sind hochkonzentriert und können Reizungen oder Verätzungen verursachen. Verdünne sie in einem Trägeröl, meist auf ein bis zwei Prozent, und teste vorab an einer kleinen Hautstelle.
Was bedeutet naturrein gegenüber naturidentisch?
Naturrein bezeichnet ein Öl ausschließlich aus der genannten Pflanze. Naturidentisch weist auf im Labor nachgebaute Duftstoffe hin — für Raumbeduftung brauchbar, für aromatherapeutische Anwendung aber nicht gleichwertig.
Sind ätherische Öle für Kinder und Haustiere unbedenklich?
Nein. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind menthol- und eukalyptushaltige Öle im Gesichtsbereich gefährlich. Für Katzen sind mehrere ätherische Öle giftig. Im Zweifel kinderärztlich beziehungsweise tierärztlich abklären.
Heilt Aromatherapie Krankheiten?
Nein. Aromatherapie ist eine Praxis für Wohlbefinden und Entspannung, keine medizinische Behandlung. Sie stellt keine Diagnosen und ersetzt keine ärztliche Versorgung. Bei Medikamenteneinnahme vorher ärztlich oder apothekerlich abklären.
Quellen und weitere Informationen
Informationsinhalt der Zeen-Connect-Redaktion; kein Ersatz für medizinische Beratung.
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