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Hypnosetherapie: was in einer Sitzung tatsächlich geschieht

Hypnose bedeutet keinen Kontrollverlust. Wie eine Sitzung abläuft, was der Wissenschaftliche Beirat dazu sagt und worauf du bei der Auswahl achten musst.

Die Vorstellung, die viele von Hypnose haben, stammt von Bühnen und aus Filmen: Jemand schwenkt eine Uhr, ein anderer verliert den Willen und tut, was man ihm sagt. Genau dieses Bild hält viele davon ab, es je auszuprobieren. Tatsächlich geht es um etwas viel Alltäglicheres — um einen Zustand ruhiger, eng gebündelter Aufmerksamkeit, vergleichbar damit, so in ein Buch vertieft zu sein, dass man das Klingeln überhört. Du bleibst wach, bekommst alles mit und kannst jederzeit abbrechen. Hypnosetherapie arbeitet mit einem Zustand ruhiger, gebündelter Aufmerksamkeit. Auf Zeen Connect findest du Anbieter, ihre Qualifikation und ihre Arbeitsschwerpunkte. Du bleibst wach und bei Bewusstsein; die Kontrolle bleibt bei dir. Einzelsitzungen vor Ort oder per Videoverbindung. Anbieter nach Qualifikation und Schwerpunkt vergleichen. Wie eine Sitzung abläuft. Die erste Sitzung besteht zu einem großen Teil aus Gespräch: Was führt dich her, was möchtest du erreichen, was hast du bereits versucht, welche Erwartungen hast du. Gute Anbieter räumen dabei auch mit falschen Vorstellungen auf und erklären, was der hypnotische Zustand ist. Danach folgt die Induktion, also die Hinführung in einen ruhigen Zustand, meist über die Konzentration auf Atem, Körper oder die Stimme der anbietenden Person. Du sitzt oder liegst, die Augen sind in der Regel geschlossen. Ist die Ruhe erreicht, wird mit Sprache gearbeitet: mit Vorschlägen, Bildern oder dem Durchgehen bestimmter Situationen, je nach Ansatz und Ziel. Du kannst jederzeit sprechen, dich bewegen oder die Augen öffnen. Am Ende folgt die Rückführung und ein Nachgespräch. Eine Sitzung dauert 60 bis 90 Minuten. Viele erwarten etwas Dramatisches und sind überrascht, wie gewöhnlich sich alles anfühlt — das heißt nicht, dass nichts gewirkt hat. Wie die Methode fachlich eingeordnet wird. Hier unterscheidet sich die Lage von vielen anderen Angeboten auf diesen Seiten. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie in Deutschland hat Hypnotherapie im Jahr 2006 für bestimmte Anwendungsbereiche als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren eingestuft, unter anderem bei substanzbezogenen Störungen. Auch bei Schmerz gibt es Studien mit positiven Ergebnissen. Gleichzeitig ist die Studienlage insgesamt uneinheitlich, und die Anerkennung gilt ausdrücklich nicht pauschal für alles, was unter dem Wort Hypnose angeboten wird. Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen Hypnotherapie im psychotherapeutischen Rahmen, ausgeübt von approbierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oder Ärztinnen und Ärzten, und Hypnose als Coaching- oder Wellnessangebot ohne Heilkundeerlaubnis. Beides existiert, unterliegt aber unterschiedlichen Regeln und darf unterschiedlich viel versprechen. Wer sie ausüben darf und wann Vorsicht gilt. In Deutschland darf Heilkunde nur ausüben, wer approbiert ist oder eine Heilpraktikererlaubnis besitzt — für psychische Beschwerden entsprechend eine Erlaubnis für den Bereich Psychotherapie. Wer Hypnose als Coaching zur Zielerreichung oder Entspannung anbietet, bewegt sich außerhalb der Heilkunde und darf keine Beschwerden behandeln. Frag deshalb direkt nach der Qualifikation. Nicht geeignet ist Hypnose bei Psychose, Schizophrenie, in akuten Phasen einer bipolaren Störung und bei bestimmten dissoziativen Zuständen; seriöse Anbieter fragen danach und lehnen gegebenenfalls ab, was für Professionalität spricht und nicht dagegen. Besondere Vorsicht verlangt die Arbeit mit belastenden Erinnerungen, weil unter suggestiver Führung Erinnerungen entstehen können, die nicht den tatsächlichen Ereignissen entsprechen. Dieser Bereich gehört in psychotherapeutisch qualifizierte Hände, nicht zu Anbietern mit Kurzausbildung. Worauf du bei der Auswahl achten solltest. Frag nach Ausbildung und Dauer und danach, ob eine Approbation, eine Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie oder ein anderer formaler Hintergrund vorliegt. Frag außerdem nach dem Schwerpunkt: Manche arbeiten vor allem mit Gewohnheiten und Ängsten, andere mit Leistung und Konzentration, wieder andere mit Schmerz. Achte darauf, wie über Grenzen gesprochen wird — gute Anbieter sagen von sich aus, was sie nicht behandeln. Die erste Sitzung sollte überwiegend Gespräch sein; beginnt die Hypnose, bevor dir irgendetwas erklärt wurde, ist das kein gutes Zeichen. Wer Heilung verspricht, von verordneten Therapien abrät oder behauptet, ein Trauma in einer Sitzung aufzulösen, ist ein Grund zu gehen. Hypnose funktioniert übrigens auch per Videoverbindung gut, weil keine Berührung nötig ist. Auf Zeen Connect zeigen Profile Qualifikation, Schwerpunkte und Format.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich unter Hypnose die Kontrolle verlieren?

Nein. Du bleibst wach und bei Bewusstsein, bekommst mit, was geschieht, und kannst dich jederzeit bewegen, sprechen oder die Augen öffnen. Niemand kann dich zu etwas bringen, das deinen Werten widerspricht.

Ist Hypnotherapie wissenschaftlich anerkannt?

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie hat sie 2006 für bestimmte Anwendungsbereiche als Psychotherapieverfahren anerkannt. Das gilt jedoch nicht pauschal für jedes Angebot, das sich Hypnose nennt — die Qualifikation der anbietenden Person entscheidet.

Was, wenn ich mich nicht hypnotisieren lasse?

Die Empfänglichkeit ist unterschiedlich, und ein Teil der Menschen erreicht keinen tiefen Zustand. Das ist kein Fehler und kein Zeichen von Sturheit. Der Ansatz lässt sich anpassen; bleibt nach mehreren Sitzungen eine Wirkung aus, gehört das ehrlich benannt.

Zahlt die Krankenkasse eine Hypnosebehandlung?

Als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist Hypnotherapie in der Regel nicht vorgesehen. Wird sie im Rahmen einer Richtlinienpsychotherapie ergänzend eingesetzt, sieht die Lage anders aus. Kläre das vorab mit deiner Kasse.

Quellen und weitere Informationen

Informationsinhalt der Zeen-Connect-Redaktion; kein Ersatz für medizinische Beratung.

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